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Geschichte

Zur ausfühlichen Geschichte der Brauerei: “Üsere Brauerei”

Johann Baptist Bilger mit Söhnen

Kurz notiert:

1821

In diesem Jahr wurde vom Firmengründer Johann Nepomuk Bilger erstmals Bier im Gasthaus Sonne in Gottmadingen gebraut

Ihm folgte 1849 sein Sohn Johann Baptist (1820-1899). Er baute die Brauerei mit dem Neubau eines Sudhauses aus. Er nutzte die neue Eisenbahn für den Bierversand nach Konstanz, Schaffhausen und Winterthur. Hierdurch erlangte das Bier schon frühe Berühmtheit.               Den Schritt zur Großbrauerei legte Albert Bilger (1845-1901). Er führte Neuerungen wie die künstliche Kühlung ein, und installierte 1878 die erste Dampfmaschine. Das Flaschenbiergeschäft wurde auch in dieser Zeit eingeführt.

Am 23 September 1899 erhielt die Brauerei Besuch von der damaligen Landesmutter Großherzogin Luise

Ansicht der Brauerei um 1901

Durch die Übernahme der Brauerei durch die 3 Brüder August, Edwin und Rudolf 1908, bekam das Unternehmen den endgültigen Namen A. Bilger Söhne.

Jetzt erbaut die Brauerei auch ihren hochaufragenden Sudturm, mit den damals modernsten Einrichtungen.                                                                                                                       Nun wird das Bier wirklich industriell hergestellt. Die damalige Würzpfanne des Sudhauses umfasste schon 325 hl.

Bis 1914 baute Bilger in Gottmadingen noch selbst Hopfen an. Nach dem 1. Weltkrieg gab es einen deutlichen Einbruch des Bierausstoßes wegen des allgemeinen Rohstoffmangels.

Ab 1928 wurde die Firma als Aktiengesellschaft geführt.

1939 betrieb Bilger schon 32 eigene Gasthäuser, 37 Lastwagen, 5 PKW, 5 Eisenbahnwagons, 2 Mälzereien und 2 Dampfmaschinen. Bierablagen gab es schon bis Ravensburg, Lörrach und Freiburg.

Bilger Tankwagen vor dem Sudhaus

Nach dem 2. Weltkrieg wurden weitere Abfüllbetriebe in Echterdingen, Mannheim und Hilden bei Düsseldorf gegründet. Das Bier wurde mit den in der Region bekannten roten Tankwagen dort hin transportiert.

Bilger füllte als einer der ersten Brauereien Bier in Dosen ab. Selbst bei der Lufthansa gab es in den 60er Jahren Bilger-Bier in den Flugzeugen.

Ein Schock für alle Bilger-Bier Freunde und Genießer war die Übernahme der Brauerei durch Fürstenberg 1968.

1971 wurde das 150 jährige Firmenjubiläum noch einmal groß gefeiert. Dies sollte aber der letzte Höhepunkt in der Firmengeschichte bleiben, denn nun wurde die Bierproduktion Schritt für Schritt nach Donaueschingen verlagert.

1976 wurde das letzte Bilger-Bier gebraut. Die Leuchtreklame ausgemacht und die Marke getilgt